[vc_row padding_top_multiplier=““][vc_column][vc_column_text]Romanautoren wie Marc Elsberg („Black Out“) und Michael Tietz („Rattentanz“) zeichnen eine düstere Zukunft, in der die Menschheit nach einem Systemzusammenbruch ohne Strom ums Überleben kämpfen muss. Unser Leben ist tatsächlich so abhängig von Stromsystemen wie nie zuvor und damit in gleichem Maße anfällig für Störungen. Nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit steht die Infrastruktur der Energienetze vor einer großen Herausforderung. Schon seitdem die volatilen Energieressourcen Solar und Wind eine immer größere Rolle im Energiesystem einnehmen, wird darüber diskutiert, ob sie geeignet sind, sogenannte Systemdienstleistungen zu erbringen. In vielen Ländern kommt zusätzlich noch die Energiequelle der Wasserkraft sowie Biochemie mit hinzu.

Unabhängig von Ländern und Regionen wird der Strom selten dort produziert, wo er später auch verwendet wird. Aus diesem Grund wird der Strom über entsprechende Infrastrukturen im Bereich der Hoch- und Höchstspannung über teils mehrere 1.000 km transportiert. In vielen Ländern ist diese Infrastruktur jedoch veraltet, die teilweise bereits seit den sechziger und siebziger Jahren besteht. Dazu gehören auch die Hochspannungsleitungen und Umspannwerke sowie weitere energiekritische Knotenpunkte, die in den kommenden Jahren dringend erneuert werden müssen. Des Weiteren ist das Thema Digitalisierung auch im Bereich der Energienetze ganz aktuell, sodass man auch hier neue Schwachstellen durch Sabotage oder Cyberangriffe schützen muss. Das Energiesystem ist somit unbestreitbar neuen, großen Aufgaben ausgesetzt.

Eine zusätzliche Herausforderung bietet auch der Markt an Fach- und Führungskräften mit besonderen Kompetenzen in der Digitalisierung sowie Kenntnissen der Hoch- und Höchstspannung. Studierten vor einigen Jahrzehnten viele noch den Bereich mit Schwerpunkt Energietechnik, so kamen die letzten Jahre immer mehr Studenten mit der Kenntnis für die Fachbereiche IT, Nieder- und Mittelspannung zum Tragen bzw. auf den Markt. Viele Experten aus dem Bereich Hochspannung gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand, sodass hier eine immer größere Lücke entstehen wird.

Es besteht zudem enormer Bedarf an Kenntnissen zu komplexen Projektgeschäften. Wurden früher teilweise nur Teilprojekte betreut, so sind die Anforderungen an den Projektleiter heute massiv gestiegen. Unabhängig von Land und Region muss der Projektleiter heute immer mehr Wissen im Bereich Genehmigungsverfahren mitbringen, logistische Herausforderungen stemmen, Systemlieferanten steuern und einen engen Terminkalender einhalten, um die Projekte in einem knappen Zeitkorsett umsetzen zu können.

Nehmen wir z.B. den Bereich der Hochspannungstechnik und eines Umspannwerks, so verantwortet der Projektleiter heute neben der Baustellenabsicherung auch das Genehmigungsverfahren für Zugangswege, die Subunternehmen für z.B. den Erdaushub, die Fundamente aber auch Trafostationen, die Baustellenabsicherung, den Aufbau der Leitung, den Anschluss an die kommunale Infrastruktur sowie die kompletten Bereiche der Primär- sowie der Sekundärtechnik. Ein Projektvolumen von mehreren Millionen Euro ist hier schon alltäglich. Bereits kleinere Abweichungen in der Projektplanung sowie der späteren Ausführung können zu einem massiven Verzug des Projektes und letztendlich zu einer empfindlichen Konventionalstrafe führen. Dieses Know-how muss der Projektleiter beherrschen, sodass hieraus resultierend eine entsprechende Seniorität von Kandidaten gefordert ist, die auf dem Arbeitsmarkt teilweise vergleichbar mit Funktionen in technischen Führungsaufgaben ist.

Eine weitere große Herausforderung bietet der Markt oder – bei der Suche nach geeigneten Kandidaten – die Bereitschaft der Kandidaten, heute noch eine große Verantwortung zu übernehmen, aber auch über längere Zeiträume außerhalb des gewohnten Umfeldes für ein Projekt in einem anderen Land tätig zu werden. Hierbei spielt die immer mehr nachlassende Bereitschaft der Mobilität eine große Rolle. War es früher für Führungskräfte und Spezialisten noch interessant in einem anderen Land oder einer anderen Region beruflich tätig zu werden, so steht heute oftmals die sogenannte Work-Life-Balance im Vordergrund. Die Bezahlung auf Überstundenbasis oder im außertariflichen Bereich steht somit weit hinter den Möglichkeiten, einen geregelten Arbeitstag zu verbringen. Oftmals ist auch das familiäre Umfeld nicht mehr bereit, mit der Führungskraft in eine andere Stadt oder ein anderes Land zu ziehen.

In manchen Ländern ist es zudem sehr schwierig, die nicht mehr unbedingt planbare Zukunft der Energie und die damit geforderte Infrastruktur umsetzen zu können. Die Politik und die Gesetzeslage können sich relativ zügig ändern, sodass hier ein bereits gestartetes Projekt wieder in eine entsprechende Risikophase gehen kann.

Neben der infrastrukturellen Problematik im Bereich der Energie, gilt es weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in den einzelnen Ländern zu stärken und Arbeitsplätze zu erhalten bzw. weiter aufzubauen. Aus diesem Grund ist ein wirtschaftlicher Klimaschutz – anstatt gewisser ideologischer Themen – eher die pragmatischere Lösung.

Mit Blick auf die derzeit abkühlende Konjunktur ist es enorm wichtig, besonders in Europa einen gemeinsamen Schulterschluss zu suchen. Die Schaffung eines offenen Binnenmarkts für Energie und marktwirtschaftliches Handeln sind daher ratsame Vorgehensweisen.

Es gilt in den kommenden Jahren für Unternehmen im Bereich Infrastruktur und Energietechnik, weiterhin den Fachkräftebedarf zu sichern sowie den Bereich für Führungskräfte und Spezialisten wieder attraktiver zu gestalten. Hierbei sind auch Unternehmen mit neuen Arbeitszeitmodellen und Arbeitsplatzgestaltungen gefordert. Sehen Einzelunternehmen immer noch den Zwang eines kompletten Umzugs von Führungskräften an den Standort des Unternehmens, so sollte darüber nachgedacht werden, ob nicht flexiblere Arbeitszeitmodelle für Führungskräfte attraktiv gestaltet oder andere Anreize gefunden werden können. Auch stehen die Arbeitgeber vor entsprechenden Herausforderungen bezüglich der Entlohnung von Kandidaten. Führungskräfte und Spezialisten im energietechnischen Bereich sind heute in den meisten Ländern rar gesät und kennen den eigenen Marktwert, sodass Unternehmen teilweise erhebliche Gehaltssteigerungen in Kauf nehmen müssen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit mit einer motivierten Mannschaft sicherstellen zu können.

Moderne Führungskräfte verstehen es, die Aspekte Projektmanagement, infrastrukturelle Schwierigkeiten, Ressourcenknappheit, Umwelt und Energie sowie Verhaltensökonomie und Wirtschaftspolitik im täglichen Umfeld zu vereinen. Executive Diagnostics hilft u.a. bei der Auswahl und Identifikation geeigneter Kandidaten. Die Einsatzmöglichkeiten eignungsdiagnostischer Maßnahmen sind dabei sehr vielfältig. So können beispielsweise Assessments, Potenzialanalysen, die als Grundlage für eine zielgerichtete Personalentwicklung dienen, oder auch Management Audits, bei denen es darum geht, die Stärken und Potenziale ganzer Managementteams herauszuarbeiten, durchgeführt werden.

Aufgrund des demographischen Wandels ist auch in der Energiebranche das Thema der strategischen Nachfolgeplanung aktueller denn je. Hier kann die Eignungsdiagnostik entsprechend unterstützen. Zukünftig werden Executive Search-Prozesse immer mehr mit eignungsdiagnostischen Tools verknüpft werden müssen, um entsprechende Führungskräfte für herausfordernde Aufgaben finden zu können.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row section_type=“fullwidth“][vc_column][movedo_divider padding_top=“50″ padding_bottom=“50″][/vc_column][/vc_row][vc_row font_color=“#000000″][vc_column][vc_column_text]Über InterSearch Executive Consultants

InterSearch Executive Consultants ist eine der führenden Personalberatungen und spezialisiert auf die Rekrutierung von Führungskräften und systematische Analysen des Führungskräftepotenzials (Management Audit / Executive Diagnostic). Die 1985 unter dem Namen „MR Personalberatung“ gegründete Gesellschaft ist heute in Deutschland mit drei Standorten in Hamburg, Frankfurt und Köln vertreten und war 1989 Gründungspartner der InterSearch Worldwide. InterSearch agiert heute weltweit im Bereich Executive Search mit über 600 Beratern in über 50 Ländern mit mehr als 90 Standorten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]